Finanzielle Förderung

Selbsthilfe ist ehrenamtlich und Privatsache. Doch manchmal gibt es für Gruppen kleinere regelmäßige Kosten oder es entsteht eine Projektidee mit einmaligen Kosten. Krankenkassen, Pflegekassen und der Staat unterstützen hier finanziell.

Hier finden Sie Informationen über die finanzielle Förderung für Selbsthilfegruppen, z.B. durch den Selbsthilfegruppen-Topf, und zur Förderung von Selbsthilfeorganisationen.
Alle nötigen Antragsformulare finden Sie ca. ab Anfang November auf dieser Seite.

Einen Überblick über die Selbsthilfeförderung der Hamburger Krankenkassen/-verbände mit:

  • Informationen über die Fördervoraussetzungen
  • Hinweisen zum Förderverfahren
  • Aktuellen Antragsunterlagen
  • Übersicht über die Ansprechpartner*innen zur Pauschal- und Projektförderung

finden Sie hier: https://www.gkv-selbsthilfefoerderung-hh.de

Förderung für Selbsthilfegruppen

In Hamburg werden Selbsthilfegruppen seit mehr als 20 Jahren aus öffentlichen Mitteln gefördert. Zur Verteilung der Fördermittel wurde 1987 der Hamburger Selbsthilfegruppen-Topf geschaffen. Seit 1994 beteiligen sich auch die gesetzlichen Krankenkassen am Hamburger Selbsthilfegruppen-Topf.
Seit 2008 gehört die Förderung von Selbsthilfegruppen zu den Pflichtaufgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Seit 2013 beteiligen sich auch die gesetzlichen und privaten Pflegekassen an der Förderung von Selbsthilfegruppen im Pflegebereich.

KISS Hamburg verwaltet den Selbsthilfegruppen-Topf. Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet ein Vergabeausschuss, der paritätisch aus Vertreterinnen und Vertretern des öffentlichen Lebens (benannt von den in der Hamburgischen Bürgerschaft vertretenen Fraktionen) und gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Selbsthilfe sowie den Krankenkassenvertreterinnen und -vertretern zusammengesetzt ist. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von KISS Hamburg und der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz nehmen beratend an den Sitzungen des Vergabeausschusses teil.
Alle Hamburger Selbsthilfegruppen können einen Antrag auf Pauschalförderung beim Selbsthilfegruppen-Topf-Büro stellen. Für Antragsstellung und Vergabe von Mitteln aus dem Selbsthilfegruppen-Topf gelten verbindliche Regelungen, die Sie unserem Merkblatt entnehmen können.
Der Vergabeausschuss tagt zweimal jährlich (immer etwa März und September). Ihre Anträge (zur finanziellen Förderung für das Folgejahr) müssen bis 15. Januar des Förderjahres bei uns eingegangen sein.

Das aktuelle Antragsformular und das Merkblatt zur Pauschalförderung für Selbsthilfegruppen (auch in leichter Sprache!) finden Sie demnächst auf dieser Seite.

Projektförderung von gesundheitsbezogenen Selbsthilfegruppen kann direkt bei den einzelnen Krankenkassen beantragt werden.

Projekte von Selbsthilfegruppen aus dem Bereich Lebensprobleme können aus dem Selbsthilfegruppen-Topf gefördert werden.

Vereinfachtes Verfahren während der Corona-Pandemie

Der GKV-Spitzenverband hat die Krankenkassen gebeten, das Verfahren der Selbsthilfeförderung während der Corona-Pandemie anzupassen. Die empfohlene Änderung betrifft die erforderlichen Unterschriften von zwei Selbsthilfevertreter*innen bei Förderanträgen und Verwendungsnachweisen. In einer E-Mail-Nachricht des GKV-Spitzenverbandes an die NAKOS heißt es:
"In Abstimmung mit den Verbänden der Krankenkasse auf Bundesebene (...) haben wir [den Krankenkassen] empfohlen, sofern die zweite Unterschrift aufgrund ausfallender Treffen etc. nicht vorgelegt werden kann, kurzfristig eine E-Mail-Bestätigung der zweiten unterschriftsberechtigten Person einzuholen. Ungeachtet dessen sind fehlende Unterlagen mit den Original-Unterschriften innerhalb von zwei Monaten nachzureichen. Sofern weitere Einzelunterlagen fehlen, die für die Bewilligung notwendig sind, sollen diese auch in digitaler Form zugesendet werden können. Auch diese Unterlagen sind dann innerhalb einer Frist von zwei Monaten im Original nachzureichen."

Im Leitfaden zur Selbsthilfeförderung des GKV-Spitzenverbandes ist eigentlich festgelegt: "Anträge und Verwendungsnachweise sind von zwei legitimierten Vertreterinnen oder Vertretern des Antragstellers zu unterzeichnen." Der GKV-Spitzenverband hat sich zu dieser "pragmatischen Lösung" entschieden, "um die Arbeit der Selbsthilfe für chronisch kranke Menschen, die in der Corona-Krise besonders gefährdet sind, zu unterstützen und insbesondere die hierfür notwendigen Fördermittel zeitnah zur Verfügung zu stellen".

Förderung von Selbsthilfeorganisationen

gemäß § 20h SGB V

Gemäß den Regelungen des § 20 h SGB V fördern die gesetzlichen Krankenkassen die Aktivitäten von Selbsthilfeorganisationen auf Landesebene.

Selbsthilfeorganisationen können Pauschal- und Projektförderung erhalten.

 

gemäß § 45d SGB XI

Gemäß den Regelungen des § 45 d SGB XI besteht seit 2013 für Selbsthilfeorganisationen aus dem Bereich Pflege die Möglichkeit eine finanzielle Förderung aus Mitteln der gesetzlichen und privaten Pflegekassen zu erhalten. Informationen und Anträge erhalten Sie über

Sozialbehörde - Amt für Gesundheit
Abt. Senioren und Pflege, G1343
Kirsten Schmuck
Hausanschrift: Billstraße 84, 20539 Hamburg
Postanschrift: Billstraße 80, 20539 Hamburg

Tel. 040/42837 - 3401
E-Mail: kirsten.schmuck@soziales.hamburg.de
 

Pauschalförderung für Selbsthilfeorganisationen

Zur Abwicklung der Pauschalförderung für Selbsthilfeorganisationen bilden die Hamburger Krankenkassen eine Koordinierungsstelle, die mit KISS Hamburg und der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V. zusammenarbeitet.

KISS Hamburg berät Organisationen zu den Fördermöglichkeiten. Die Mittelvergabe erfolgt durch die Koordinierungsstelle der Krankenkassen. KISS Hamburg und die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V sind beratend an der Entscheidung über die Mittelvergabe beteiligt.

Die aktuellen Antragsunterlagen für die Pauschalförderung finden Sie demnächst auf dieser Seite.

Weitere Informationen zur Selbsthilfeförderung der Krankenkassen finden Sie im aktualisierten Leitfaden zur Selbsthilfeförderung: "Leitfaden zur Selbsthilfeförderung in der Fassung vom 11.07.2019" (pdf)

Kontakt und Beratung

Zu allen Fragen der finanziellen Förderung für Selbsthilfegruppen in Hamburg beraten wir persönlich und telefonisch:

veränderte Sprechzeiten: Montag 12 - 14 Uhr, Mittwoch 14 - 17 Uhr und nach individueller Vereinbarung

Claudia Szottka
Hamburger Selbsthilfegruppen-Topf
KISS Wandsbek
Schloßstraße 12
22041 Hamburg
Tel. 040/537 97 89-72
E-Mail: selbsthilfefoerderung@paritaet-hamburg.de

Wir beraten Sie gerne!

KISS Hamburg Selbsthilfe-Telefon:

Montag - Donnerstag von 10 bis 18 Uhr: 040 / 39 57 67

Aktuell geöffnet

derzeit nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung

Momentan findet keine Beratung in den Kontaktstellen oder am Selbsthilfetelefon statt.
Die Öffnungszeiten der Kontaktstellen finden Sie hier.
Außerhalb dieser Zeiten schreiben Sie uns bitte eine Mail.