Finanzielle Förderung

Selbsthilfe ist ehrenamtlich und Privatsache. Doch manchmal gibt es für Gruppen kleinere regelmäßige Kosten oder es entsteht eine Projektidee mit einmaligen Kosten. Krankenkassen, Pflegekassen und der Staat unterstützen hier finanziell.

Hier finden Sie Informationen über die finanzielle Förderung für Selbsthilfegruppen, z.B. durch den Selbsthilfegruppen-Topf, und zur Förderung von Selbsthilfeorganisationen.

Einen Überblick über die Selbsthilfeförderung der Hamburger Krankenkassen/-verbände mit:

  • Informationen über die Fördervoraussetzungen
  • Hinweisen zum Förderverfahren
  • Aktuellen Antragsunterlagen
  • Übersicht über die Ansprechpartner*innen zur Pauschal- und Projektförderung

finden Sie hier: https://www.gkv-selbsthilfefoerderung-hh.de

Jetzt noch beachten: Verwendungsnachweis für 2020

Förderung für Selbsthilfegruppen - Abgabefrist: 31.01.2021

Neue Anträge und neue Antragsverfahren im kommenden Jahr

Über 30 Jahre lang war das „Modell Hamburger Selbsthilfegruppen-Topf“ ein bewährtes Instrument zur Förderung von Selbsthilfegruppen aus den Bereichen Gesundheit, Lebenslagen und Pflege in Hamburg. 2021 werden sich die Zusammensetzung des Gremiums und das bisherige Antragsverfahren grundlegend ändern. Über diesen Veränderungsprozess hatten wir in der Vergangenheit ausführlich berichtet. Nun befinden sich alle nötigen Formulare in der letzten Feinabstimmung, und wir können Sie genauer über das Verfahren informieren.
Das bisher für alle Selbsthilfegruppen einheitliche Antragsverfahren wird 2021 in zwei unterschiedliche Verfahren aufgeteilt: „Gesundheit“  und  „Lebenslagen und Pflege“. Somit gibt es zukünftig für beide Bereiche ein eigenes Antragsformular und unterschiedliche Entscheidungsmodalitäten.
KISS Hamburg ist auch 2021 weiterhin für die Beratung zur finanziellen Förderung der Selbsthilfegruppen, die Vor- und Nachbereitung der beiden Antragsverfahren und die Organisation der Vergabesitzungen zuständig.
 

Gesundheit

Wie im Leitfaden zur Selbsthilfeförderung nach §20h SGB V festgelegt, stellen die Vertreter*innen der gesetzlichen Krankenkassen und ihrer Verbände (GKV) zukünftig auch den Hamburger Selbsthilfegruppen aus dem Gesundheitsbereich das neue Antragsformular zur Verfügung. Die Vertreter*innen GKV werden zukünftig über die vorliegenden Anträge der Selbsthilfegruppen aus dem Gesundheitsbereich entscheiden. Vertreter*innen der Selbsthilfe sind lt. Leitfaden weiterhin beratend einzubeziehen.

Download:

Antragsformular (PDF),

Verwendungsnachweis für Anträge unter 500 Euro,

Verwendungsnachweis für Anträge über 500 Euro.

Lebenslagen und Pflege

Lebenslagen- und pflegebezogene Selbsthilfegruppen werden weiterhin das zwischen der Sozialbehörde und der gesetzlichen und privaten Pflegekassen in Hamburg abgestimmte, aktualisierte Antragsformular nutzen können. Wie bisher auch entscheidet ein Gremium aus gewählten Vertreter*innen der Selbsthilfegruppen, Politiker*innen der in der hamburgischen Bürgerschaft vertretenden Fraktionen, Vertreter*innen der gesetzlichen und privaten Pflegekassen, Vertreter*in der Sozialbehörde über die vorliegenden Anträge aus diesen Bereichen.

Download: Antragsformular (kann am PC ausgefüllt werden) und Merkblatt

Die Antragsfrist endet im kommenden Jahr am 31.01. 2021.

Projektförderung von gesundheitsbezogenen Selbsthilfegruppen kann direkt bei den einzelnen Krankenkassen beantragt werden.
 

Informationsveranstaltung

In unserer digitalen Informationsveranstaltung am 3.12. 2020 um 18 Uhr informieren wir Sie gemeinsam mit Vertreterinnen der GKV über die neuen Anträge und stehen für Ihre Fragen gerne zur Verfügung.

Selbstverständlich beraten wir Sie weiterhin telefonisch während der Sprechzeiten des Selbsthilfegruppentopf-Büros. Oder nach vorheriger telefonischer Absprache und unter Einhaltung der notwendigen Hygiene-und Sicherheitsmaßnahmen persönlich.

Vereinfachtes Verfahren während der Corona-Pandemie

Der GKV-Spitzenverband hat die Krankenkassen gebeten, das Verfahren der Selbsthilfeförderung während der Corona-Pandemie anzupassen. Die empfohlene Änderung betrifft die erforderlichen Unterschriften von zwei Selbsthilfevertreter*innen bei Förderanträgen und Verwendungsnachweisen. In einer E-Mail-Nachricht des GKV-Spitzenverbandes an die NAKOS heißt es:
"In Abstimmung mit den Verbänden der Krankenkasse auf Bundesebene (...) haben wir [den Krankenkassen] empfohlen, sofern die zweite Unterschrift aufgrund ausfallender Treffen etc. nicht vorgelegt werden kann, kurzfristig eine E-Mail-Bestätigung der zweiten unterschriftsberechtigten Person einzuholen. Ungeachtet dessen sind fehlende Unterlagen mit den Original-Unterschriften innerhalb von zwei Monaten nachzureichen. Sofern weitere Einzelunterlagen fehlen, die für die Bewilligung notwendig sind, sollen diese auch in digitaler Form zugesendet werden können. Auch diese Unterlagen sind dann innerhalb einer Frist von zwei Monaten im Original nachzureichen."

Im Leitfaden zur Selbsthilfeförderung des GKV-Spitzenverbandes ist eigentlich festgelegt: "Anträge und Verwendungsnachweise sind von zwei legitimierten Vertreterinnen oder Vertretern des Antragstellers zu unterzeichnen." Der GKV-Spitzenverband hat sich zu dieser "pragmatischen Lösung" entschieden, "um die Arbeit der Selbsthilfe für chronisch kranke Menschen, die in der Corona-Krise besonders gefährdet sind, zu unterstützen und insbesondere die hierfür notwendigen Fördermittel zeitnah zur Verfügung zu stellen".

Förderung von Selbsthilfeorganisationen

gemäß § 20h SGB V

Gemäß den Regelungen des § 20 h SGB V fördern die gesetzlichen Krankenkassen die Aktivitäten von Selbsthilfeorganisationen auf Landesebene.

Selbsthilfeorganisationen können Pauschal- und Projektförderung erhalten.

 

gemäß § 45d SGB XI

Gemäß den Regelungen des § 45 d SGB XI besteht seit 2013 für Selbsthilfeorganisationen aus dem Bereich Pflege die Möglichkeit eine finanzielle Förderung aus Mitteln der gesetzlichen und privaten Pflegekassen zu erhalten. Informationen erhalten Sie über uns (Kontakt und Beratungszeiten siehe unten).

 

Pauschalförderung für Selbsthilfeorganisationen

Zur Abwicklung der Pauschalförderung für Selbsthilfeorganisationen bilden die Hamburger Krankenkassen eine Koordinierungsstelle, die mit KISS Hamburg und der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V. zusammenarbeitet.

KISS Hamburg berät Organisationen zu den Fördermöglichkeiten. Die Mittelvergabe erfolgt durch die Koordinierungsstelle der Krankenkassen. KISS Hamburg und die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V sind beratend an der Entscheidung über die Mittelvergabe beteiligt.

Die aktuellen Antragsunterlagen für die Pauschalförderung finden Sie demnächst auf dieser Seite.

Weitere Informationen zur Selbsthilfeförderung der Krankenkassen finden Sie im aktualisierten Leitfaden zur Selbsthilfeförderung für 2021: "Leitfaden zur Selbsthilfeförderung in der Fassung vom 27.08.2020" (pdf)

Kontakt und Beratung

Zu allen Fragen der finanziellen Förderung für Selbsthilfegruppen in Hamburg beraten wir persönlich und telefonisch:

veränderte Sprechzeiten: Montag 12 - 14 Uhr, Mittwoch 14 - 17 Uhr und nach individueller Vereinbarung

Claudia Szottka
Hamburger Selbsthilfegruppen-Topf
KISS Wandsbek
Schloßstraße 12
22041 Hamburg
Tel. 040/537 97 89-72
E-Mail: selbsthilfefoerderung@paritaet-hamburg.de

Wir beraten Sie gerne!

KISS Hamburg Selbsthilfe-Telefon:

Montag - Donnerstag von 10 bis 18 Uhr: 040 / 39 57 67

Aktuell geöffnet

Persönliche Beratung in den regionalen Kontaktstellen sind zurzeit nur nach voheriger Terminvereinbarung möglich.
Die jeweiligen Kontaktstellen finden Sie hier.