Wechsel von Hauptverantwortlichen

Ein immer wiederkehrendes Thema in den Selbsthilfegruppen ist die Übernahme von Verantwortung, Rollen und „Posten“. Nicht selten stellt es die Gruppe vor eine große Herausforderung, wenn jemand von seiner / ihrer Aufgabe zurücktreten möchte oder muss und die Frage der Nachfolge aufkommt.
 

Warum fällt es schwer, eine Aufgabe in der Gruppe zu übernehmen?

Die hohe Belastung entstehend durch die Erkrankung / Betroffenheit, knappe Zeitressourcen und wenig Ideen, was da genau auf einen zukommt, können ernstzunehmende Gründe sein. Auch die Angst, Erwartungen und Anforderungen nicht zu erfüllen, insbesondere bei Übergängen / Generationswechsel und (vermeintlich) fehlende Erfahrungen oder Kompetenzen spielen häufig eine Rolle. Und es ist auch immer ein Verlassen der eigenen Komfortzone, wenn wir Gewohntes hinter uns lassen. Die Chance, dabei etwas Neues zulernen ist natürlich groß, aber es besteht auch das Risiko sich einerseits zu viel zuzumuten und andererseits die Aufgabe nach eigenen oder fremden Ansprüchen nicht gut genug zu erfüllen. Daher ist es sinnvoll, sich mit den Anforderungen an diese Rolle ganz offen in der Gruppe auseinander zu setzen.
Das Verständnis der Rollen in den Selbsthilfegruppen variiert stark: Während in der einen Gruppe der*die Gruppenleiter*in von der Moderation über die Organisation der Gruppe auch den Großteil der Entscheidungen alleine übernimmt, sind viele Gruppen anders organisiert und teilen die Aufgaben in viele kleine „Päckchen“ auf, die auf mehrere Personen verteilt werden können. In der Reflexion kann gemeinsam entschieden werden, wie die Gruppe zukünftig damit umgehen möchte, und somit auch ein erster Schritt zur gemeinsamen Verantwortung getan werden. Die folgenden Auflistungen zeigen auf, wie sich Aufgaben und Verantwortlichkeiten (ver)teilen können. Das Beratungsteam unterstützt diesen Prozess auf Nachfrage.


Aufgaben der Gemeinschaft

  • Entscheidung über die Mitgliedschaft in der Gruppe
  • Terminerinnerung
  • Vor- u. Nachbereitung der Gruppentreffen
  • Moderation der Treffen
  • Vernetzung der Teilnehmenden
  • Konfliktmanagement
  • Beschaffung von Informationen
  • Gestaltung Vertretung nach außen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Organisation Freizeitaktivitäten
  • Organisation Referent*innen
  • Fachkenntnisse


Aufgaben der Kontaktperson

  • Erreichbarkeit in vorgegebenen Zeiten für Interessierte und KISS
  • Interessierte über den Treffort informieren und zum Gruppentreffen einladen
  • Informationen von KISS oder Dritten an die Gruppenmitglieder weiterleiten


Einzelne Aufgaben in der Gruppe

  • Raumverantwortung
  • Beantragung Fördergelder
  • Ansprechpartner*in von Interessierten und Einladung zum Gruppentreffen


Katja Proksch,
Kontaktstelle Altona

Wir beraten Sie gerne!

Selbsthilfe-Telefon: 040 / 39 57 67

Montag -  Donnerstag von 10 bis 17 Uhr (Ausnahme: Am Dienstag, 30.11. fällt das Selbsthilfetelefon wegen einer internen Fortbildung aus!)

 

Aktuell geöffnet

Persönliche Termine, auch außerhalb der Sprechzeiten, bieten wir Ihnen sehr gerne nach vorheriger Vereinbarung und unter Einhaltung der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) an.