Neue Behandlungsfehler-Statistik des Medizinischen Dienst erschienen

Der Medizinische Dienst Bund (MD) erstellt jedes Jahr eine Statistik darüber, welche Behandlungsfehler Patient*innen benannt haben und auch aus der Sicht des MD als solche zu bewerten wären. Für 2021 wurden 13.050 Fälle gemeldet, von denen in 2.706 Fällen eine Kausalität des Schadens angenommen werden konnte. In 898 Fällen erschienen Prüfungen auf die Stichhaltigkeit der Beschwerden sinnvoll (2020: 888 Fälle). Davon bestätigte sich in 260 Fällen der Verdacht (29,0 %, 2020: 27,0 %): „Darunter waren wieder mehr grobe Fehler, die aus Sicht der Fachleute nicht nachvollziehbar sind und gegen elementare Grundsätze des Fachgebietes verstoßen.“ Letzteres betraf immerhin 90 Fälle, also knapp 1/3 aller Behandlungsfehler. Die meisten Fälle gab es im Bereich Unfallchirurgie und Orthopädie (25,4 %, 2020: 22,1 %), gefolgt von Pflege (20,4 % zu 18,3 % in 2020), Zahnheilkunde (11,2 zu 7,5 %) und Frauenheilkunde (7,7 zu 8,3 %). Angesichts des Leids der Betroffenen bewertet der MD diese Behandlungsfehler als weiterhin zu hoch. Ergänzend sei hinzugefügt, dass aus unserer Sicht natürlich auch von einer nicht bezifferbaren Dunkelziffer von nicht genannten Fällen auszugehen ist.

Der Bericht ist mit 31 Seiten kurz und prägnant, schildert die jährliche Entwicklung auch nach ambulanten und stationären Sektoren sowie nach Altersdekaden und Geschlecht sowie nach Fachgebieten, einschließlich der Pflege. Der gesamte Bericht steht online als Download zur Verfügun

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