Forum Neue Wege in der Selbsthilfe

Das Forum ist Teil des von KISS Hamburg und der AOK Rheinland/Hamburg gemeinsamen initiierten Projekts „Neue Wege in der Selbsthilfe“ und richtet sich an Interessierte und Expert*innen in und außerhalb der Selbsthilfe, die sich über die Zukunft der Selbsthilfe austauschen und praktische Handlungsoptionen für ihre Arbeit gewinnen möchten.

10. Forum Neue Wege in der Selbsthilfe: Online gut miteinander in Kontakt bleiben!

Die andauernden Kontaktbeschränkungen stellen weiterhin eine große Herausforderung dar. Gleichzeitig bieten digitale Räume die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu bleiben. Doch wie viel Analoges passt ins Digitale?

Am 17. Februar erwarten Sie interaktive Impulse aus der Moderations- und Workshop-Gestaltung sowie reichlich Gelegenheit zum Mitmachen und Austauschen.
 

Programm:

19.00 Uhr    
Begrüßung und Aktuelles vom Projekt

Anke Heß und Claudia Schröder, KISS Hamburg

19.15 Uhr    
Interaktiver Impuls zu Online-Methoden und Tools

Dr. Thomas Leppert, Heldenrat – Beratung für soziale Bewegungen e.V.

20.00 Uhr    
Workshop: Wieviel Analoges passt ins Digitale?

20.30 Uhr    
Auswertung und Abschluss

21:00 Uhr    
Veranstaltungsende

Voraussetzung für die Teilnahme am Online-Forum ist eine funktionstüchtige Webcam, ein internes oder externes Mikrofon sowie ein Internetzugang (Ethernet oder W-LAN).

Alle weiteren Informationen für die Teilnahme erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung. Bitte informieren Sie uns, falls Gebärden- und Schriftdolmetscher*innen gewünscht werden.

Leider schon ausgebucht! Wir nehmen Sie gerne auf unserer Warteliste auf: selbsthilfeprojekt@paritaet-hamburg.de

Save the Date: Nächstes Forum am 05. Mai 2021


Weitere Informationen zum Projekt „Neue Wege in der Selbsthilfe“ erhalten Sie unter:
www.kiss-hh.de/projekt-neue-wege.html

 

9. Forum „Resilienz und Selbsthilfe in Krisenzeiten“, Okt. 2020

Wie können wir besonders schwere Zeiten gut überstehen und gemeinsam Widerstandskraft entwickeln? In einem Video-Livestream mit praktischen Übungen und Tipps für den Alltag ist das Forum dieser Frage nachgegangen.
 

Resilienz ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Monica Blotevogel von der Arbeitsgruppe Coreszon am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) führte zunächst in das Konzept der Resilienz ein und zeigte mit praktischen Übungen zum mitmachen wie wir einzeln und gemeinschaftlich unsere seelische Gesundheit stärken können. Da wir alle über ein Nervensystem verfügen, das ähnlich auf Stress und Wohlbefinden reagiert, hat jede*r die Fähigkeit das Wohlbefinden seiner Mitmenschen zu unterstützen und auch selbst besser mit Stress zurechtzukommen. Dies verdeutlichte Monica Blotevogel anschaulich anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Neurobiologie und zeigte zudem wie wir die natürliche Erholungsfähigkeit unseres Nervensystems mit ganz einfachen Techniken stärken können.

Die innere Waage ins Gleichgewicht bringen

In der anschließenden Talkrunde berichtete Andreas Schmeling über seine Erfahrungen aus der Suchtselbsthilfe. Auch wenn nicht direkt von Resilienz gesprochen werde, spielt das Thema seiner Ansicht nach in der Selbsthilfe eine sehr große Rolle. Die eigene Resilienz zeige wie gut wir damit umgehen können, wenn die innere Waage zu sehr auf die negative Seite umschlägt. Kernpunkt der Selbsthilfe sei es, sich darüber auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Für Kerstin Sude von der Psychotherapeutenkammer Hamburg ist Resilienz ein bedeutender Wirkfaktor, der sich am besten in Beziehungen entfaltet. In der therapeutischen Beziehung werde Resilienz vor allem als Ressource gesehen. Was bringt eine Person an Ressourcen mit und was hat vielleicht schon früher geholfen, an das wieder angeknüpft werden kann. Als Therapeutin wiederum sei die eigene Resilienz und Selbstfürsorge wichtig, um gut durch diese Zeit zu kommen und Patient*innen in der Krise unterstützen zu können.
 

Miteinander in Kontakt bleiben

Im Park spazieren gehen, Sport treiben, kochen oder Musik hören, aber auch Imaginationsübungen können Ressourcen sein, aus denen wir Kraft schöpfen, darin war sich die Talkrunde einig. Claudia Schröder, Projektmitarbeiterin und Selbsthilfeberaterin, ergänzte, dass es bereits ganz viele kreative Lösungen aus der Selbsthilfe gibt, um gut miteinander in Kontakt zu bleiben. Telefonketten, Videochats, aber auch Briefe und Postkarten können dazu beitragen. Andreas Schmeling rief dazu auf, mindestens einmal täglich rauszugehen, um die eigenen Sinne anzuregen. Auch neue Routinen könnten helfen, wenn es nicht möglich ist, das Haus zu verlassen. Gleichzeitig appellierte er an Selbsthilfegruppen, digitale Möglichkeiten, wie zum Beispiel den Chatbereich mit Videokonferenz der KISS Hamburg Selbsthilfe-App, auszuprobieren. Wichtig sei es miteinander in Kontakt zu bleiben.

Herzlichen Dank an alle, die online dabei waren und sich per E-Mail und im Chatkanal mit wertvollen Fragen und Impulsen beteiligt haben!

Möchten Sie den Video-Chat in der KISS Hamburg App für Ihre Selbsthilfegruppe nutzen? Dann schreiben Sie eine E-Mail an: selbsthilfeprojekt@paritaet-hamburg.de.

Wir beraten Sie gerne!

Selbsthilfe-Telefon:

Montag - Donnerstag von 10 bis 18 Uhr: 040 / 39 57 67

Aktuell geöffnet

Voraussichtlich bis 15. März findet in unseren Kontaktstellen keine persönliche Beratung statt. Bitte wenden Sie sich über das Selbsthilfe-Telefon an uns.