Wirksam wachsen? Wirksam wachsen!

Opentransfer, ein Projekt der Stiftung Bürgermut in Berlin, hat ein „Praxishandbuch für Non-Profit-Organisationen“ herausgegeben, das Schritt für Schritt erläutert, wie eine Organisation potentiell mit seinen Angeboten mehr Menschen erreichen kann. Ziel des Praxishandbuches ist es, denjenigen Organisationen weiterzuhelfen, die sich vorgenommen haben von Modellen anderer zu lernen, gut Bewährtes zu übernehmen und dies an die eigenen Bedürfnisse anzupassen und weiterzuentwickeln: „Für dieses Verfahren haben wir die Bezeichnung ‚Skalierung‘ gewählt. […] Wir sprechen von Skalierung, wenn soziale Innovationen mehr Wirkung entfalten. Bewährte Angebote werden strategisch am selben Ort, in anderen Städten und Gemeinden oder digital verbreitet. Immer mehr Menschen machen mit und sorgen dauerhaft für gesellschaftliche Veränderung. Das Rad wird nicht immer wieder neu erfunden.“ (S. 9) Schon an diesem Anspruch wird deutlich, dass sich das Handbuch nicht an alle, sondern ausdrücklich nur an diejenigen wendet, die den Wandel beschleunigen wollen und sich – so die Formulierung im Handbuch – als Kooperationsmanager*innen und nicht als Projektbetreiber*innen verstehen. Doch was bedeutet das konkret? Es muss Arbeit und Zeit darin investiert werden, den eigenen Verein, das eigene Projekt zu verändern. Schon die Kapitelüberschriften der knapp 220 Seiten umfassenden Praxishilfe machen deutlich, dass Skalierung Arbeit macht und sich alle Beteiligten gut überlegen sollten, ob sie diesen Weg überhaupt beschreiten wollen. Wie anstrengend das sein wird, wird schon anhand der gewählten und zeichnerisch umgesetzten Bergbesteigungs-Metapher deutlich: es wird beschwerlich und es muss gut geplant und das eigene Handeln reflektiert werden. Oder anders gesagt: faktisch muss das Praxishandbuch einmal komplett durchgearbeitet und nach einem ersten Durchlesen im Vorstand miteinander diskutiert werden, ob Skalierung für den eigenen Verein überhaupt ein Weg sein sollte. Erst nach dieser Entscheidung ist es sinnvoll sich mit den vorgeschlagenen Schritten intensiver auseinanderzusetzen. Dementsprechend interessiert wären wir von KISS Hamburg daran, ob eine Selbsthilfeorganisation aus unserer Region diesen Weg beschreiten wird und welche Erfahrungen damit gemacht werden. Sollte dies der Fall sein, gerne einmal eine Rückmeldung an uns geben.

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Frank Omland, Öffentlichkeitsarbeit

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