Neue Nakos-Studie zu den Selbsthilfekontaktstellen

In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht die Nationale Kontakt- und Unterstützungsstelle (NAKOS) in der Reihe ihrer Studien auch neue Ergebnisse zur Landschaft der Selbsthilfekontaktstellen in Deutschland. „Selbsthilfe im Überblick 6. Zahlen und Fakten 2019“ schließt an die letzte Veröffentlichung von 2017 an.

Danach hat sich die Gesamtzahl der Kontaktstellen für Selbsthilfegruppen leicht erhöht (296 auf 303), wobei diese 342 örtliche Angebote vorhalten. Je nach Bundesland schwankt die Versorgung mit Selbsthilfeunterstützungsangeboten, d.h. zumeist gibt es 3-4 Kontaktstellen pro 1.000.000 Menschen. Diese unterstützten mindestens 40.800 Selbsthilfegruppen, wobei zu beachten ist, dass dies auf Angaben von 280 Kontaktstellen beruht (92 %). Knapp die Hälfte der Kontaktstellen machten Angaben darüber, ob auch Gruppen für Menschen unter 35 Jahre (= Junge SH) bei ihnen bekannt sind: 823 solcher Gruppen konnten festgestellt werden.
„Die meisten Gruppen befassen sich mit psychosozialen Themen (71 %), rund die Hälfte mit chronischen Erkrankungen / Behinderungen (56 %), ein gutes Drittel mit Suchterkrankungen und -problemen (37 %); 23 Prozent arbeiten themenübergreifend (Stammtische), 22 Prozent haben soziale Themen im Fokus. Im Anhang 3 sind bundesweite Selbsthilfevereinigungen aufgeführt, die zu den Sektoren ‚Gesundheit‘, ‚Psychosoziales‘ und ‚Soziales‘ arbeiten.“ (S. 12.)

Insgesamt wird anhand von 12 Kapiteln die Selbsthilfeunterstützung dargestellt, sein es die Anzahl der Gruppen und Kontaktstellen, die Angebote vor Ort, Sprechzeiten und Anfragen, Kooperationen, Finanzierung sowie Strukturen der Selbsthilfe uvm. Abschließend werden in einem Anhang sämtliche bei der NAKOS zum Stichtag verzeichnete Kontaktstellen und bundesweite Selbsthilfeorganisationen aufgezählt. Jede neue Ausgabe der NAKOS-Studien ist hilfreich, um auf der Bundesebene die Arbeit der Selbsthilfekontaktstellen und der bundesweiten Selbsthilfeorganisationen einordnen zu können. Da sich allerdings von Studie zu Studie immer wieder die dargestellten Themen bzw. grafischen und tabellarischen Überblicke verändern, fällt eine längsschnittartige Analyse im Zeitverlauf nicht immer leicht. Nichtsdestotrotz immer wieder lesenswert.

Frank Omland, Öffentlichkeitsarbeit

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