Neue Berichte und Studien zur Gesundheit erschienen

Ehrlicherweise ist es schwierig, den Überblick dazu zu behalten, was wer wann und wieso regelmäßig an Berichten und Studien herausgibt. Hier eine unvollständige Aufzählung der erst neulich bei uns als Information angekommenen Berichte und Studien, die aus unserer Sicht auch für den Selbsthilfebereich in Hamburg relevant sein könnten.

Zuerst ein Hinweis auf eine aktuelle „Meta“-Analyse des Max Planck Instituts für Bildungsforschung von 92 Studien, die sich dem Thema „Gesundheitsprokrastination“ widmen. Diese geht der Frage nach, warum ein Drittel der Menschen Informationen zur eigenen Gesundheit vermeiden. Der Grund dafür liegt darin, dass diese Menschen befürchten selbst von einer schweren Krankheit betroffen zu sein. Zudem mangelt es ihnen am Vertrauen in das Gesundheitssystem. Eine deutschsprachige Zusammenfassung dazu findet sich auf der Website des Max-Planck-Instituts.

Jährlich kommt der Präventionsbericht der Gesetzlichen Krankenkassen und des Medizinischen Dienst Bund heraus, wobei die gruppenbezogene Selbsthilfe hier praktisch keine Rolle spielt, weil sie nicht unter Prävention fällt: Präventionsbericht 2025. 
 
Immer wichtiger wird die Telematikinfrastruktur, d.h. die Digitalisierung des Gesundheitswesens, auch hier wird regelmäßig ein Bericht herausgegeben, der TI-Atlas. Die aktuelle Ausgabe setzt den Schwerpunkt auf die elektronische Patientenakte (ePA), das elektronische Rezept und die Pflege. 

Seitens der BARMER gibt es mit dem 216 Seiten umfassenden Pflegereport 2025 wieder einmal eine wissenschaftliche Zusammenfassung der Situation rund um die Pflege, wobei dieses Mal „Pflegeverläufe bei Akutereignissen und  Erkrankungen mit progredientem Verlauf“ im Mittelpunkt stehen.
 
Der Medizinische Dienst gibt rückblickend mit einem Zeitverzug die so genannte Behandlungsfehler-Statistik heraus, aktuell für das Jahr 2024.  

Der Public-Health-Index, ein Kooperationsprojekt zwischen der AOK und dem Deutschen Krebsforschungszentrum, erläutert auf 68 Seiten Fragen zur Gesundheit und Prävention um die Themenbereiche Tabak, Alkohol, Ernährung und Bewegung. Das Fazit im europäischen Vergleich fällt negativ aus, denn die Bundesrepublik landet hier auf Rang 17 von 18 untersuchten Ländern. Alle Infos dazu finden sich im PHI 2025.

Nicht online, sondern als Buchpublikation kommt der Ende 2025 erschienene sechste Männergesundheitsbericht heraus, diesmal mit dem Schwerpunkt Gewalterfahrungen. Der Bericht wurde in verschiedenen Medien aufgegriffen und im Infodienst des BIÖG (ehemalige BZgA) kurz vorgestellt.

Ebenfalls nicht online ist die Buchpublikation der Soziologin Laura Wiesböck „Digitale Diagnosen. Psychische Gesundheit als Social-Media-Trend“. Erschienen bei der Bundeszentrale für politische Bildung im Januar 2026 und kostengünstig zu erhalten.


Gut, das wäre es an dieser Stelle. Wir hoffen, es war der eine oder andere Hinweis für Interessierte dabei.
Frank Omland
(Öffentlichkeitsarbeit)

 

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