Erster Präventionsbericht

Der erste Bericht der Nationalen Präventionskonferenz (NPK) über die Entwicklung der Gesundheitsförderung und Prävention steht jetzt in seiner Vorabfassung zur Verfügung.

Diese erste Bilanz des Präventionsgesetzes, das im Sommere 2015 in Kraft getreten ist, umfasst über 300 Seiten und reflektiert die im Jahr 2017 durchgeführten Aktivitäten zur Gesundheitsprävention. Träger der Nationalen Präventionskonferenz sind die gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband), die  Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sowie die Deutsche Rentenversicherung. Außerdem ist seit 2017 auch der Verband der privaten Kranken- und Pflegeversicherung (PKV) stimmberechtigt. Beratend sind Bund, Länder, Kommunen, diverse Spitzenverbände und auch Vertreter*innen von Patient*innen tätig, u.a. die BAG Selbsthilfe e.V. (S. 7, S. 11).

Die gruppenbezogene Selbsthilfe, die Selbsthilfeorganisationen und die Selbsthilfekontaktstellen werden im Bericht als „Weitere Akteure der Zivilgesellschaft“ einbezogen und bei den verschiedenen Aktivitäten jeweils konkret benannt. Angesichts des Umfangs des Berichts empfiehlt es sich, zuerst die etwas dröge Stellungnahme der Bundesregierung zu lesen (S. II-XII der Drucksache) und danach das knapp zehnseitige Fazit und den Ausblick (S. 245-257). Schon hier wird deutlich, dass der erste Präventionsbericht noch eine Form finden muss, die es ermöglicht, Informationen und Sachstände über Jahresverläufe miteinander vergleichbar zu machen.
Wer eine kritische und zusammenfassende Analyse der bisherigen Umsetzung des Präventionsgesetzes lesen möchte, dem*der sei an dieser Stelle ein Artikel von Prof. Dr. Raimund Geene in der Zeitschrift Dr. med. Mabuse 248 (Nov./Dez. 2020, S. 26-28) ans Herz gelegt: „Nicht mehr als ‚Projektitis‘? Eine Bilanz nach fünf Jahren Präventionsgesetz“.
Dort findet sich gut verständlich beschrieben eine Auflistung der greifbaren Ergebnisse, der Baustellen und des zusätzlichen Regelungsbedarfs aus Sicht des Autors. Eine gute Folie zum reflektierten Gegenlesen des ersten Präventionsberichts der NPK.

Frank Omland
Öffentlichkeitsarbeit

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