Eckpunkte des Paritätischen Gesamtverbands zur Selbsthilfe

Das bereits vor einem Jahr veröffentlichte Eckpunktepapier des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zur Selbsthilfe bildet weiterhin eine fachpolitische Grundlage unserer Arbeit. Seine Analysen und Forderungen haben nichts an Aktualität verloren. Es unterstreicht die Bedeutung der Selbsthilfe als unverzichtbare Säule im Gesundheits- und Sozialwesen: Selbsthilfe stärkt Menschen in schwierigen Lebenssituationen, ermöglicht Austausch auf Augenhöhe, fördert Teilhabe und ergänzt professionelle Unterstützungsstrukturen wirksam. Auch in Hamburg zeigt sich, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen sind. Tragfähige Selbsthilfestrukturen entstehen durch das gleichwertige Zusammenwirken der Förderung durch die Freie und Hansestadt Hamburg und die gesetzlichen Krankenkassen. Beide Förderwege sichern gemeinsam die Vielfalt der Selbsthilfe – von lebenslagenbezogenen und pflegebezogenen Angeboten bis hin zu gesundheitsbezogenen Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeorganisationen und Kontaktstellen. Nur so können niedrigschwellige, wohnortnahe und bedarfsgerechte Unterstützungsangebote dauerhaft erhalten und weiterentwickelt werden.

Vor diesem Hintergrund bündelt das Positionspapier fachpolitische Einschätzungen des Paritätischen, benennt aktuelle Herausforderungen und formuliert notwendige Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Selbsthilfe. Es macht deutlich, dass Selbsthilfe angesichts gesellschaftlicher Veränderungen, wachsender psychosozialer Belastungen und zunehmender Anforderungen an Digitalisierung, Vernetzung und Teilhabe strukturell gestärkt und weiterhin verlässlich gefördert werden muss.

Christa Herrmann, 
(Leitung KISS Hamburg)
 

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