Die „Kosten“ der Privatheit im Internet

Wir zahlen mit unseren Daten und wollen doch nicht mit unseren Daten zahlen… So lautet eines der Ergebnisse einer Online-Umfrage, die ein US-amerikanisches Unternehmen 2020  in Auftrag gegeben. Die Umfrage sollte die Einstellung der Verbraucher*innen zum Thema Datenschutz im Internet und deren digitale Identität erschließen. 12.000 Menschen aus sechs EU-Ländern und den USA wurden befragt, weitere 6.000 noch einmal wegen der Auswirkungen der Pandemie auf ihr Leben.

In einem Kurzreport wurden auf 23 Seiten die Antworten und Schlussfolgerungen zusammengefasst, wobei der Schwerpunkt  auf den Unterschieden in den Ländern und den Auswirkungen der Pandemie liegt. Die Ergebnisse sind zum Teil irritierend, denn danach gibt es länderübergreifend eine hohe Skepsis gegenüber denjenigen, die im Internet Daten tracken und gleichzeitig ein größeres Unwissen darüber, was durch Unternehmen nachverfolgt wird und wozu Unternehmen dies tun. Die Skepsis der Verbraucher*innen verstärkt sich noch, wenn es sich um Maßnahmen von Regierungen handelt, etwa bei der Nutzung einer Tracking-App im Zuge der Pandemie. Während Frauen in der Regel skeptischer sind als Männer und Ältere skeptischer als Jüngere, klaffen zwischen den westlichen Nationen die Meinungen der Befragten in der Regel nicht so weit auseinander. Vor dem Hintergrund der aktuellen Datenschutzdiskussionen in Corona-Zeiten lohnt sich ein Blick in die Studie, auch weil das Interesse von Unternehmen an Datentracking an sich nicht hinterfragt bzw. als Geschäftsmodell positiv bewertet wird.
Auf die Studie hat das Portal Stifter-helfen.de aufmerksam gemacht. Die Zusammenfassung der Ergebnisse finden sich hier.

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