Die Corona-Pandemie als Treiber für Digitalisierung – über die Möglichkeiten und Herausforderungen im Bereich der Hamburger Suchthilfe

In dem gleichnamigen Artikel, der im Fachportal „Konturen online“ veröffentlicht wurde, beschreibt Linda Heitmann, Geschäftsführerin der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen, die „Veränderungen in der Hamburger Suchthilfe in Zeiten der Corona-Pandemie“. Die gewonnenen Erkenntnisse basieren auf einer in März 2021 durchgeführten Befragung, an der sich Mitglieder aus den Bereichen Beratung, Niedrigschwellige Hilfen, Eingliederungshilfe, ambulante und stationäre Rehabilitation, qualifizierter Entzug sowie der Suchtselbsthilfe-Verbände beteiligten.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Corona-Pandemie zunächst enorme Auswirkungen auf die Gestaltung und Durchführung der Leistungen und Angebote hatte, die klassischerweise in Präsenz stattfinden, sodass in einigen Bereichen die Erreichbarkeit der Klient*innen sowie die Sicherstellung nahtloser Versorgung beeinträchtigt wurde und folglich neu gedacht und organisiert werden musste.

Neben Terminen im Freien und Beratungsspaziergängen war es in verschiedenen Settings dennoch möglich, Kontakte und Beratungen per Telefon oder Videokonferenz durchzuführen. Dabei zeigte sich, dass insbesondere junge Menschen sowie Angehörige diese Angebote vermehrt für sich nutzen konnten, da diese einerseits Mobilitätseinschränkungen überwinden und andererseits flexibler in den Alltag integriert werden können. Mit Blick in die Zukunft werden derartige Kontaktmöglichkeiten als wichtige und sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen Angeboten wahrgenommen. Darüber hinaus wurden insbesondere Videokonferenzen für die interne Organisation, vor allem für das Besprechungswesen, positiv bewertet. Für eine nachhaltige Implementierung sind datenschutzrechtliche Aspekte, Medienkompetenz sowie eine entsprechende Infrastruktur und Ausstattung grundlegend.

Mit Blick auf die Hamburger Suchtselbsthilfe decken sich viele Ergebnisse der Befragung mit den Erfahrungsberichten und Eindrücken, die uns in Gesprächen sowie auf verschiedenen Vernetzungstreffen erreichten (s. Selbsthilfezeitung #161 S.8; Blog-Artikel). Die Gruppen und Organisationen waren trotz enormer Belastungen und Unsicherheiten sehr engagiert und kreativ, um Austausch und Kontaktmöglichkeiten für Betroffene aufrechtzuerhalten. Wie auch in allen anderen Bereichen wurden die virtuellen Möglichkeiten in sehr unterschiedlichem Tempo und Umfang genutzt. Die detaillierte Auswertung der Befragungsergebnisse können Sie in dem erwähnten Artikel nachlesen.

Claudia Schröder, Selbsthilfeberaterin

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