Forum „Neue Wege in der Selbsthilfe“ Oktober 2018

In der Konferenzetage des PARITÄTISCHEN Hamburg waren Anfang Oktober 2018 wieder zahlreiche Selbsthilfeaktive und Expert*innen aus dem Gesundheits-und Sozialwesen zusammengekommen, um sich über Sinn und Zweck einer Selbsthilfe-App für mobile Endgeräte auszutauschen.

Spätestens mit der Einführung des Smartphones hat das Internet Einzug in unser tägliches Leben gehalten. So sind mittlerweile 90 % der Bevölkerung in Deutschland online, davon 89 % fast täglich und 85 % auch außerhalb ihres Zuhauses oder Arbeitsplatzes (vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis), 2018). Zudem nutzen immer mehr Menschen den Zugang zu verschiedenen gesundheitlichen Angeboten im Internet über sogenannte Apps bzw. Applikationen. Aufgabe des Projekts „Neue Wege in der Selbsthilfe“ ist es diese Entwicklung für die Selbsthilfeunterstützung in Hamburg nutzbar zu machen, zum Beispiel durch ein neues virtuelles Angebot in Form einer App. Doch was genau ist eine App? Welche Möglichkeiten und Chancen kann eine App für Vereine, Organisationen oder Initiativen bieten?

Das Medium App

Diesen Fragen widmete sich Stefan Stadler, App-Entwickler und Inhaber der vmapit GmbH, in seinem Impulsvortrag. Demnach ist eine App ein kleiner Helfer im Smartphone oder Tablet, der uns bei mindestens einem Problem hilft, etwa als Taschenlampe, Taschenrechner oder Kalender. Darüber hinaus können Apps auch zur Interaktion und Kommunikation verwendet werden, d.h. um sich miteinander auszutauschen oder Interessierte mittels Push-Nachrichten in Echtzeit zu informieren. Den Wert einer App bestimmt dabei nicht die Anzahl der Nutzer, sondern vielmehr der Nutzen den sie zum lösen eines ganz spezifischen Problems hat. Anhand zahlreicher praktischer Anwendungsmöglichkeiten konnte Stefan Stadler zeigen, dass eine App auch für sehr kleine Nutzergruppen sinnvoll sein kann, etwa um gemeinsame Treffen zu Organisieren, an Termine zu erinnern, Text-/Bild- und Videonachrichten auszutauschen oder Interessenten direkt und in Echtzeit anzusprechen. Eine App kann auf die ganz spezifischen Bedürfnisse einer Gruppe oder Organisation angepasst werden. Damit dies gut gelingt und die App auch angenommen wird, ist es notwendig Zielgruppe, Anwendungsfelder und zu lösenden Aufgaben im Vorfeld genau zu bestimmen.

KISS Hamburg für die Hosentasche

Anschließend konnten sich die Teilnehmenden im KISS App-Labor über sinnvolle Inhalte, Funktionen und Interaktionsmöglichkeiten für eine App von KISS Hamburg austauschen. Herausgekommen sind wertvolle Anregungen und Ideen, die wir gerne aufnehmen und weiterführen. Hier geht es zu den Ergebnissen des App-Labors. Somit war dieses Forum auch der Start in die nächste Projektphase, in der es darum gehen wird eine App für KISS Hamburg zu entwickeln, die ergänzend zu unseren bisherigen Angeboten Menschen für Selbsthilfe begeistert und zum Mitmachen bewegt.

Wenn Sie Interesse haben, sich mit Ihren Ideen einzubringen und die KISS Hamburg App zu testen, dann melden Sie sich gerne bei uns.

SAVE THE DATE: Nächstes Forum am 12.02.2019

Momentan findet keine Beratung in den Kontaktstellen oder am Selbsthilfetelefon statt.

Die Öffnungszeiten der Kontaktstellen finden Sie hier.

Außerhalb dieser Zeiten verwenden Sie bitte das Kontaktformular.