2G-Plus für Selbsthilfegruppen

Liebe Selbsthilfeaktive,

Selbsthilfegruppen-Treffen sind Veranstaltungen und fallen in Hamburg unter §9 der Eindämmungsverordnung. Daher gilt für ab Montag, 10. Januar 2022: 2G-Plus für Selbsthilfegruppen.

Was bedeutet das konkret?
An einem Selbsthilfegruppentreffen dürfen grundsätzlich nur Menschen teilnehmen, die seit max. sechs Monaten genesen oder seit zwei Wochen vollständig geimpft sind. In einigen Fällen ist zusätzlich ein negativer Schnelltest nötig.
 

Einen negativen Schnelltest (höchstens 24 Stunden alt) oder einen negativen PCR-Test (höchstens 48 Stunden alt) muss vorlegen, wer

  • doppelt geimpft ist,
  • eine Johnson&Johnson-Impfung erhalten hat
  • genesen ist (Erkrankung maximal 6 Monate her)


Ohne Test teilnehmen kann, wer zu einer der folgenden Gruppen gehört:

  • Geboostert (wer die Doppelimpfung und 3-6 Monate später die 3. Impfung erhalten hat)
  • Genesen (Erkrankung maximal 6 Monate her) + eine Impfung
  • Geimpft mit Johnson&Johnson + eine Auffrischimpfung


Nicht teilnehmen kann, wer

  • ungeimpft ist
  • nur einmal geimpft ist
  • genesen ist und keine weitere Impfung/negativen Schnelltest hat
  • zwei Impfungen hat, aber keinen negativen Schnelltest vorweisen kann

 

Das bedeutet, für jedes Gruppentreffen in unseren Gruppenräumen gelten die 2G-Plus-Regeln und unsere Hygiene- und Abstandsregeln:

  • Alle Personen müssen symptomfrei sein.
  • In allen unseren Räumen (Flure, Fahrstühle, Waschräume, Zugangswege, Gruppenraum) müssen weiterhin medizinische Masken getragen und die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Während des Gruppentreffens muss die Maske ebenfalls getragen werden, nur zum Sprechen an die Gruppe kann die Maske abgenommen werden.
  • NEU: Für alle Gruppentreffen gilt die 2G-Plus-Regel.
    Jede teilnehmende Person muss für jedes Gruppentreffen einen entsprechenden Nachweis (gemeinsam mit einem Personalausweis) erbringen. In welchen Fällen was nachgewiesen werden muss, haben wir weiter oben beschrieben.
    • Nur wer ein schriftliches ärztliches Zeugnis im Original, dass er*sie sich aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus impfen lassen kann, und einen aktuellen negativen Coronavirus-Testnachweis aus einem Testzentrum vorlegt, kann auch ohne Impfung/Genesung teilnehmen.
  • Für die Überprüfung des Status bei jedem Gruppentreffen ist die Gruppe (Kontaktperson) verantwortlich. Im Falle einer Kontrolle Ihres Gruppentreffens durch die Ordnungsbehörden kommen auf die Kontaktperson als Verantwortliche für die Einhaltung der 2G-Plus-Regelung empfindliche Geldbußen zu, falls die 2G-Plus-Regel für das Treffen nicht eingehalten wurde.
  • Der vorgelegte Impfnachweis oder der Genesenen-Nachweis sollte „programmgestützt“ überprüft werden. Nutzen Sie dafür am besten die vom Robert-Koch-Institut herausgegebene „CovPassCheck“-App, die kostenlos im App-Store oder hier auf Ihr Smartphone heruntergeladen werden kann. Diese ist einfach zu bedienen und zeigt zuverlässig an, ob das Zertifikat gültig ist. Wer keinen digitalen Nachweis hat, kann auch das gelbe Impfheft vorzeigen.
  • Bitte achten Sie darauf, dass Sie die Räume alle 20 Minuten gut durchlüften.
  • Die Nutzung der Küchen bzw. Küchenzeilen ist weiterhin nicht gestattet.
  • Für die Kontaktliste nach § 7 Hamburger Corona-Verordnung (Name, Anschrift und eine Telefonnummer), die Aufbewahrung für vier Wochen und die Kontaktnachverfolgung bei jedem Gruppentreffen ist die Gruppe weiterhin selbst verantwortlich. KISS erhebt und speichert keinerlei Daten von Gruppenteilnehmenden.
  • Bitte beachten Sie den Datenschutz beim Kontrollieren der Nachweise und beim Führen der Kontaktliste.
  • Bitte beachten Sie die Raumkapazitäten, die in den Hausordnungen beschrieben sind, da für die Räume coronabedingt die Personenzahl beschränkt werden muss.

Früher hatten für Selbsthilfegruppen Ausnahmeregelungen bestanden, die es nun nicht mehr gibt. Zur Begründung eine Information aus der Gesundheitsbehörde: "Bei Selbsthilfegruppen handelte es sich immer um eine Veranstaltung (§9). Zu Beginn der Pandemie wurde es aber als besonders wichtig erachtet, die Versorgung der Bevölkerung nicht einzuschränken. Deshalb wurde §4 bewusst weit gefasst, um gesundheitsfördernde Angebote wie beispielsweise Treffen von Selbsthilfegruppen weiterhin zu ermöglichen. Das Impfangebot, das allen Bürgerinnen und Bürgern bereits seit einiger Zeit zur Verfügung steht, macht diese besondere Privilegierung von Selbsthilfegruppen nicht mehr notwendig."

Die neueste Verordnung, die ab 11. Januar 2022 gilt, ist hier nachzulesen. Für Treffen von Selbsthilfegruppe sind §9 (Allgemeine Vorgabe für Veranstaltungen) und §10j wichtig. Wir raten Ihnen, sich das gut durchzulesen.

Wir werden diese Information laufend aktualisieren.

Wir raten angesichts des allgemeinen Infektionsgeschehens allen Gruppen dringend zu prüfen, ob ein persönliches Treffen notwendig ist oder ggf. durch ein digitales Treffen ersetzt werden kann. Dazu bieten sich z. B. die digitalen Räume unserer KISS Hamburg Selbsthilfe-App an. Unsere Kolleg*innen sind Ihnen bei Fragen dazu gerne behilflich.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie alle gut durch diese Zeit kommen und vertrauen darauf, dass Sie alle sich verantwortungsvoll verhalten. Wir unterstützen Sie weiterhin gerne bei all Ihren Anliegen. Kommen Sie bei Fragen jederzeit, am besten telefonisch  oder per Mail, auf uns zu.

!! Bitte beachten und befolgen Sie die Hausordnungen und Raumöffnungsregelungen unserer einzelnen Kontaktstellen, die Sie auf dieser Seite etwas weiter unten finden können. !!

Die aktuelle Verordnung der Stadt Hamburg zu Corona finden Sie unter https://www.hamburg.de/verordnung/.


Hier finden Sie ein gutes Übersichtsblatt zum Thema Quarantäne (auch in weiteren Sprachen)

Unsere aktuellen Hausordnungen und Raumöffnungsregelungen

Um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten, gibt es besondere Regelungen für die Nutzung unserer Räume durch Selbsthilfegruppen, mit Abstands- und Hygieneregeln. Aufgrund der Abstandsregeln können sich bis auf Weiteres je nach Raum nur acht bis maximal vierzehn Personen bei uns treffen und wir können nicht garantieren, dass sich alle Gruppen zu den gewohnten Zeiten treffen können.

Lesen Sie hier die aktualisierten 2G-Corona-Hausordnungen der Kontaktstellen Altona, Harburg, Mitte und Wandsbek.

 

Tipps zu technischen Instrumenten für Gruppen in Corona-Zeiten

Wir haben für alle Hamburger Selbsthilfegruppen eine kleine Übersicht erstellt, welche technischen Hilfsmittel es gibt, um in Zeiten von Corona und social distancing in Kontakt zu bleiben und sich auszutauschen.

Es geht um:

Bitte beachten Sie, dass diese Übersicht nicht vollständig ist und wir nicht alle eingehend prüfen konnten, wie sehr sie sich an deutschen Datenschutz halten. Welches dieser Hilfsmittel für Ihre Gruppe das geeigneste ist, können wir Ihnen nicht sagen, das müssen Sie ausprobieren. Wir hoffen aber, dass wir Ihnen so ein wenig behilflich dabei sein können.

Ergänzend dazu empfehlen wir unsere Moderationstipps bei Video- und Telefonkonferenzen.

Ganz aktuell: Die Handreichung: Digitale Räume für Veranstaltungen mit vielen Tipps für (kleine und größere) Veranstaltungen, die im virtuelen raum stattfinden.

 

Wir unterstützen die Gründung der ersten Hamburger Selbsthilfegruppe zu Post-Covid

Nach einer Covid-19-Erkrankung berichten viele Patient*innen selbst nach einem längeren Zeitraum noch von Symptomen und Einschränkungen wie Organschädigungen, neurologischen Schäden, chronischer Müdigkeit und Erschöpfung, Depressionen oder Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Die Post-Covid-Symptome sind vielfältig und können zum Teil auch bei mildem Krankheitsverlauf auftreten. Eine Rückkehr in das bisherige Leben scheint vielfach (noch) nicht möglich.
„Der ärztliche Sektor lernt erst allmählich, was es mit Long-Covid auf sich hat und welche Behandlungsoptionen es geben könnte. Betroffene leiden und suchen händeringend Anlaufstellen, bei denen sie Hilfe bekommen“, sagt Christa Herrmann, Leiterin der Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen in Hamburg (KISS Hamburg).
Da bei Post-Covid umfassende begleitende Angebote zurzeit noch fehlen, unterstützt KISS Hamburg die Gründung der ersten Post-Covid-Selbsthilfegruppe für Hamburg. „Gerade in solchen Fällen ist es besonders wichtig, sich mit anderen Erkrankten auszutauschen. Wenn medizinische Erkenntnisse fehlen, ist das Gespräch mit anderen Betroffenen Gold wert. Sie können sich gegenseitig Mut machen, Kraft schenken und Tipps geben“, so Herrmann.
Pandemiebedingt trifft sich die Gruppe online per Videomeeting.
In Hamburg gibt es über 57.000 Menschen, die an Corona erkrankt waren oder noch sind. Bundesweit betrifft Post-Covid schätzungsweise zehn Prozent der Erkrankten.
Kontakt: KISS Hamburg Selbsthilfe-Telefon 040 - 39 57 67.

Wir beraten Sie gerne!

Selbsthilfe-Telefon: 040 / 39 57 67

Montag -  Donnerstag von 11 bis 17 Uhr (am Donnerstag, 20.1., wegen einer internen Fortbildung erst ab 13 Uhr)

 

Aktuell geöffnet

Persönliche Termine, auch außerhalb der Sprechzeiten, bieten wir Ihnen nach vorheriger Vereinbarung und unter Einhaltung der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) an.