Selbsthilfegruppenförderung

In Hamburg werden Selbsthilfegruppen seit mehr als 20 Jahren aus öffentlichen Mitteln gefördert. Zur Verteilung der Fördermittel wurde 1987 der Hamburger Selbsthilfegruppen-Topf geschaffen. Seit 1994 beteiligen sich auch die gesetzlichen Krankenkassen am Hamburger Selbsthilfegruppen-Topf.
Seit 2008 gehört die Förderung von Selbsthilfegruppen zu den Pflichtaufgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Seit 2013 beteiligen sich auch die gesetzlichen und privaten Pflegekassen an der Förderung von Selbsthilfegruppen im Pflegebereich.

KISS Hamburg verwaltet den Selbsthilfegruppen-Topf. Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet ein Vergabeausschuss, der paritätisch aus Vertreterinnen und Vertretern des öffentlichen Lebens (benannt von den in der Hamburgischen Bürgerschaft vertretenen Fraktionen) und gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Selbsthilfe sowie den Krankenkassenvertreterinnen und -vertretern zusammengesetzt ist. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von KISS Hamburg und der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz nehmen beratend an den Sitzungen des Vergabeausschusses teil.

Alle Hamburger Selbsthilfegruppen können einen Antrag auf Pauschalförderung beim Selbsthilfegruppen-Topf-Büro stellen. Für Antragsstellung und Vergabe von Mitteln aus dem Selbsthilfegruppen-Topf gelten verbindliche Regelungen, die Sie unserem Merkblatt entnehmen können.
Der Vergabeausschuss tagt zweimal jährlich (immer etwa März und September). Ihre Anträge (zur finanziellen Förderung für das Folgejahr) müssen bis 15. Januar des Förderjahres bei uns eingegangen sein.

Das aktuelle Antragsformular und das Merkblatt zur Pauschalförderung für Selbsthilfegruppen (auch in leichter Sprache!) finden Sie unter dem Menüpunkt "Formulare".

Projektförderung von gesundheitsbezogenen Selbsthilfegruppen kann direkt bei den einzelnen Krankenkassen beantragt werden.

Projekte von Selbsthilfegruppen aus dem Bereich Lebensprobleme können aus dem Selbsthilfegruppen-Topf gefördert werden.


Vereinfachtes Verfahren der Selbsthilfeförderung während der Corona-Pandemie

Der GKV-Spitzenverband hat die Krankenkassen gebeten, das Verfahren der Selbsthilfeförderung während der Corona-Pandemie anzupassen. Die empfohlene Änderung betrifft die erforderlichen Unterschriften von zwei Selbsthilfevertreter*innen bei Förderanträgen und Verwendungsnachweisen. In einer E-Mail-Nachricht des GKV-Spitzenverbandes an die NAKOS heißt es:

"In Abstimmung mit den Verbänden der Krankenkasse auf Bundesebene (...) haben wir [den Krankenkassen] empfohlen, sofern die zweite Unterschrift aufgrund ausfallender Treffen etc. nicht vorgelegt werden kann, kurzfristig eine E-Mail-Bestätigung der zweiten unterschriftsberechtigten Person einzuholen. Ungeachtet dessen sind fehlende Unterlagen mit den Original-Unterschriften innerhalb von zwei Monaten nachzureichen. Sofern weitere Einzelunterlagen fehlen, die für die Bewilligung notwendig sind, sollen diese auch in digitaler Form zugesendet werden können. Auch diese Unterlagen sind dann innerhalb einer Frist von zwei Monaten im Original nachzureichen."

Im Leitfaden zur Selbsthilfeförderung des GKV-Spitzenverbandes ist eigentlich festgelegt: "Anträge und Verwendungsnachweise sind von zwei legitimierten Vertreterinnen oder Vertretern des Antragstellers zu unterzeichnen." Der GKV-Spitzenverband hat sich zu dieser "pragmatischen Lösung" entschieden, "um die Arbeit der Selbsthilfe für chronisch kranke Menschen, die in der Corona-Krise besonders gefährdet sind, zu unterstützen und insbesondere die hierfür notwendigen Fördermittel zeitnah zur Verfügung zu stellen".

Zu allen Fragen der finanziellen Förderung für Selbsthilfegruppen in Hamburg beraten wir persönlich und telefonisch:

Hamburger Selbsthilfegruppen-Topf
KISS Wandsbek
Schloßstraße 12
22041 Hamburg
Tel. 040/537 97 89-72
Sprechzeiten: Montag 10 - 13 Uhr, Mittwoch 14 - 17 Uhr
E-Mail: selbsthilfefoerderung@remove-this.paritaet-hamburg.de

Wir sind telefonisch für Sie erreichbar!

Von Montag bis Donnerstag (jeweils 10 bis 18 Uhr) erreichen Sie uns unter

040 / 39 57 67

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