16.05.2019

Yared Dibaba ist Schirmherr unserer Aktionswoche Selbsthilfe

Wir alle wissen, dass das Leben nicht immer nach Plan verläuft, sondern die eine oder andere Überraschung bereit hält. Das kann was Schönes sein, aber das können auch weniger erfreuliche Ereignisse sein, wie eine eigene Erkrankung, die eines nahen Angehörigen oder auch der Verlust des Arbeitsplatzes. Viele von uns versuchen, mit diesen Situationen erst einmal alleine zurecht zu kommen. Was bis zu einem gewissen Punkt auch funktioniert.

Im besten Fall steht der/die Partner*in oder ein*e gute*r Freund*in mit Rat und Tat zur Seite. Sie können zuhören, was in solchen Situationen enorm wichtig ist, vielleicht können sie auch Tipps geben. Wenn nötig, hilft auch die professionelle Behandlung oder Beratung von Ärzt*innen oder Therapeut*innen weiter, die wichtig ist, manchmal sogar lebenswichtig.

All das kann einen Austausch mit anderen Menschen nicht ersetzen, die gerade das gleiche durchmachen und die genau wissen, wie man sich da fühlt. Klar, es ist anfangs nicht leicht, sich fremden Menschen zu öffnen, über Gefühle zu reden, über Ängste und Sorgen. Aber die Erfahrung, mit gesundheitlichen Problemen oder einer bestimmten Situation nicht alleine zu sein, gibt Kraft. Und sicherlich gibt es auch den einen oder anderen hilfreichen Tipp. Denn nur gemeinsam sind wir stark, das kann ich zumindest aus meiner persönlichen Erfahrung sagen. Deswegen unterstütze ich gern die Aktionswoche mit dem Motto: Das „Wir“ verbindet – Wir stärkt – Wir hilft.

Falls Sie sich fragen, wie Sie Kontakt zu anderen Menschen in der gleichen Situation finden, kann ich Ihnen wärmstens die Aktionswoche Selbsthilfe empfehlen. Vom 20. bis 27. Mai hat der Paritätische Wohlfahrtsverband mit seinen Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen (KISS Hamburg) ein breites Programm auf die Beine gestellt.

Hier können Sie sich bei verschiedenen Veranstaltungen, wie z.B. bei der Filmreihe im Metropolis-Kino, über Selbsthilfe informieren. Oder Sie können auf der Infomeile in der Neuen Großen Bergstraße mit Selbsthilfegruppen ins Gespräch kommen. Oder Sie lauschen Marie-Luise Gunst, die beim Konzert im Ernst-Deutsch-Theater als Betroffene über ihre Erfahrungen mit Depressionen singt. Was Sie sonst noch in dieser bunten Aktionswoche in Hamburg erwartet, lesen Sie in diesem Programmheft.

Falls Sie nicht solange warten wollen oder in der Woche keine Zeit haben, klingeln Sie einfach völlig unverbindlich bei KISS Hamburg durch: 040/39 57 67. Hier bekommen Sie Infos zu mehr als 1.200 Selbsthilfegruppen in unserer Stadt.

Ich freue mich, die Aktionswoche als Schirmherr unterstützen zu können. Aber vor allem freue ich mich, wenn es uns gelingt, Sie mit der Aktionswoche auf Selbsthilfe aufmerksam zu machen und Ihnen dabei zu helfen, die Kraft und Stärke zu entdecken, die von Selbsthilfe ausgeht.

hr Yared Dibaba

(Foto: Oliver Reetz)

Momentan findet keine Beratung in den Kontaktstellen oder am Selbsthilfetelefon statt.

Die Öffnungszeiten der Kontaktstellen finden Sie hier.

Außerhalb dieser Zeiten verwenden Sie bitte das Kontaktformular.

Selbsthilfegruppen finden