16.05.2019

Selbsthilfeunterstützung in Hamburg feiert 40 Jahre – Aktionswoche Selbsthilfe vom 20. bis 27. Mai mit zahlreichen Veranstaltungen

1979 startete im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ein Forschungsprojekt, das die damals ca. 450 Hamburger Selbsthilfegruppen erfassen sowie deren Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Hilfesystem untersuchen sollte. Ein Ergebnis: Ab 1981 gab es erste Formen einer Selbsthilfe-Unterstützung, die 1984 in die erste Kontaktstelle von KISS Hamburg (Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen) in Altona mündete. Mittlerweile gibt es weitere Kontaktstellen in Wandsbek, Harburg und Mitte. Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche Selbsthilfe feiert KISS Hamburg am 20. Mai dieses 40-jährige Jubiläum.

„Wer in Hamburg Menschen finden möchte, die das gleiche Problem oder die gleiche Krankheit haben, muss nicht lange suchen, sondern kann sich an KISS, die Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen, wenden“, so Kristin Alheit, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Hamburg, der seit 2004 Träger von KISS Hamburg ist. „Diese Selbsthilfeberatung ist aus einem 1979 gestarteten Forschungsprojekt entstanden und seitdem aus Hamburg nicht mehr wegzudenken.“
Die Zahl der Selbsthilfegruppen in Hamburg hat sich seit damals auf ca. 1.250 fast verdreifacht. Auch die Anzahl der jährlichen Beratungsanfragen ist von knapp 1.400 (1984) auf gut 4.000 stark gestiegen. „Das zeigt, wie wichtig unsere Anlaufstelle für all die Menschen ist, die sich für ihr Wohlbefinden und die eigene Gesundung engagieren wollen“, erklärt Kristin Alheit weiter.

„Mich beeindruckt ganz besonders das Engagement der vielen Menschen, die für Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen Verantwortung übernehmen“, sagt Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „In einer gesundheitlich schwierigen Situation nehmen sie nicht nur ihr Leben in die Hand, sondern bieten auch für andere Betroffen einen Ort der gegenseitige Unterstützung und Orientierung.“
Um noch mehr betroffene Menschen für die Selbsthilfe zu gewinnen und ihr mehr Gehör zu verleihen, hat der Paritätische Wohlfahrtsverband die erste bundesweite Aktionswoche Selbsthilfe im Mai ins Leben gerufen.

Alleine in Hamburg finden vom 20. bis 27. Mai rund 20 Veranstaltungen statt, die Einblicke in und Kontakte zu Selbsthilfegruppen und ihren Themen bieten. So gibt es z.B. eine kostenlose Filmreihe im Metropolis-Kino (jeden Montag im Mai), am 24. Mai eine Infomeile in der Neuen Großen Bergstraße in Altona mit ca. 60 Selbsthilfegruppen sowie das Konzert „Depression unplugged“ im Ernst-Deutsch-Theater, das Hamburger Multiple-Sklerose-Forum (25.Mai) und weitere Informationsveranstaltungen. Schirmherr ist Moderator, Autor und Sänger Yared Dibaba. Unter dem Motto „Blick zurück nach vorn – 40 Jahre Selbsthilfeunterstützung in Hamburg“ steht die offizielle Auftaktveranstaltung am 20. Mai. Weitere Infos zum Programm der Aktionswoche gibt es unter www.kiss-hh.de/aktionswoche.

Momentan findet keine Beratung in den Kontaktstellen oder am Selbsthilfetelefon statt.

Die Öffnungszeiten der Kontaktstellen finden Sie hier.

Außerhalb dieser Zeiten verwenden Sie bitte das Kontaktformular.

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