15.02.2019

Neuste Forschungen zu Selbsthilfe und Patienten

Nach 2002 und 2009 nimmt sich das aktuelle Bundesgesundheitsblatt wieder dem Thema Selbsthilfe und Patienten an. Auf 72 Seiten finden sich Fachaufsätze von neun Autorinnen und Autoren, die bundesweit und in den Nachbarländern das Feld bestellen.

Im aktuellen Bundesgesundheitsblatt Nr. 17 vom Januar 2019 wird in neun kurzen Aufsätzen die Bandbreite der Forschungen zum Thema Selbsthilfe und patientenorientiertes Gesundheitswesen dargestellt. Mit dabei sind alle „Üblichen Verdächtigen“ aus der Bundesrepublik Deutschland sowie für Flandern, die Schweiz und Österreich die dort Forschenden.

Die Beiträge reichen von Analysen der Kooperation und Integration (und die auch die daraus entstehenden Belastungen und Überforderungen) der Selbsthilfe im Gesundheitswesen („Kollektive Patientenorientierung und Patientenbeteiligung durch gesundheitsbezogene Selbsthilfe“) über Themen wie die „Teilnahme an Selbsthilfegruppen [und] deren Wirkungen auf Selbstmanagement und Wissenserwerb“, „Die Rolle der gemeinschaftlichen Selbsthilfe in der Weiterentwicklung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung“, „Patientenbeteiligung: Herausforderungen für die verbandliche Selbsthilfe und die Gemeinsame Selbstverwaltung“, „Unterstützung von Selbsthilfegruppen – gesellschaftliche Herausforderungen für Selbsthilfekontaktstellen und aktuelle Ansätze“ bis hin zur Frage nach der „Selbsthilfefreundlichkeit in ambulanter, stationärer und rehabilitativer Versorgung Wird die Kooperation mit der Selbsthilfe in Qualitätsmanagementsystemen berücksichtigt?“ Die drei internationalen Beiträge geben faktisch alle einen zusammenfassenden Überblick zur Situation vor Ort und reflektieren auf dortige Entwicklungsmöglichkeiten.

Die Aufsätze richten sich an Profis aus dem Handlungsfeld der Selbsthilfeforschung und Selbsthilfeunterstützung und bieten ob ihrer jeweils sehr prägnanten Kürze so vielfältige Ansätze und Ideen zur konkreten Umsetzung, dass Sie allen Interessierten wärmstens zur Lektüre empfohlen sein sollen. Der Zugang zum Bundesgesundheitsblatt ist ob des sehr teuren Abo-Preises am ehesten über die Universitätsbibliotheken in Hamburg möglich.

Frank Omland, Öffentlichkeitsarbeit

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