18.11.2019

Langzeitarbeitslosigkeit und ihre Auswirkungen

Der Evangelische Fachverband für Arbeit und Soziale Integration (EFAS) hat unter dem Titel „Unerhört! Langzeitarbeitslose Nichtwähler melden sich zu Wort“ eine Studie herausgegeben, die sich mit den Zusammenhang zwischen materieller, sozialer und politischer Teilhabe von Langzeitarbeitslosen befasst. Für die Studie wurden über 70 Langzeitarbeitslose befragt und durch vertiefende Interviews deren Lebenswelt erschlossen. Das Fazit der Studie lautet: Wer aufgrund von Armut und den Erfahrungen mit dem ALG II-Leistungsbezug ausgegrenzt wird, entwickelt nicht nur ein Schamgefühl gegenüber Dritten sondern insbesondere ein sich vertiefendes Misstrauen gegenüber den politischen Institutionen und den Politiker*innen. Langzeitarbeitslose gehen häufig nicht mehr wählen oder wählen aus Frust und Protest Parteien, die in Opposition zum politischen Mainstream stehen. Deshalb darf es nicht verwundern, dass solange die Ausgrenzungserfahrungen anhalten, Langzeitarbeitslose zu „Totalverweigern“ werden. Weitere Infos zur Studie findet sich hier bzw. eine Möglichkeit zum Download hier.

Frank Omland, Öffentlichkeitsarbeit

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