28.02.2018

Gesundheitskompetenz mit Nationalem Aktionsplan verbessern

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland (rund 54 Prozent) hat Probleme, Gesundheitsinformationen zu finden und richtig zu bewerten. Vor allem ein als „Ich frag mal Dr. Google“ weit verbreitetes Phänomen sorgt nicht nur in Arztpraxen für Probleme, sondern führt vielfach auch zu gesundheitlichem Fehlverhalten. Daher soll der "Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz" das Wissen über Gesundheitsprobleme und das Gesundheitswesen in Deutschland stärken.

Vielen Menschen fällt es schwer, gesundheitsrelevante Informationen zu finden, zu verstehen, zu bewerten und zu nutzen. Neben der individuellen Problematik stellt der Mangel an Gesundheitskompetenz aber auch eine gesellschaftliche Herausforderung dar. Darauf versucht der Gesetzgeber seit Jahren auf verschiedenen Ebenen zu reagieren. Auch im geplanten Koalitionsvertrag von Union und SPD findet sich die Absicht, qualitativ gute und gesicherte Gesundheitsinformation für die Allgemeinbevölkerung mit einem Nationalen Gesundheitsportal zu verbessern. Zudem ist es erklärtes Ziel, auch die Arzt-Patienten-Kommunikation zu stärken.

Einen ersten wichtigen Schritt hierzu hat eine zivilgesellschaftliche Initiative gemacht. Die Universität Bielefeld, die Hertie School of Governance, die Robert Bosch-Stiftung und der AOK-Bundesverband haben am 19.02.2018 den Nationalen Aktionsplan (NAP) Gesundheitskompetenz vorgestellt.

Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes, hat als Mitglied des Expertenbeirats bei der Erstellung dieses ersten Nationalen Aktionsplans Gesundheitskompetenz maßgeblich inhaltlich mitgewirkt.

Vier Handlungsfelder und 15 Empfehlungen

Der Nationale Aktionsplan umfasst insgesamt vier Handlungsfelder und 15 Empfehlungen. Die Gesundheitskompetenz soll in allen Handlungsbereichen und Lebenswelten gefördert werden. Das Gesundheitssystem soll nutzerfreundlich und gesundheitskompetent gestaltet werden, indem die Navigation durch das Gesundheitssystem vereinfacht und Bürokratie abgebaut wird. Ein weiteres Feld zielt auf den Umgang mit chronischen Krankheiten und die Stärkung der Fähigkeit zum Selbstmanagement. Begleitet werden sollen alle Aktivitäten durch eine systematische Erforschung der Gesundheitskompetenz.
Der geschäftsführende Gesundheitsminister hat die Initiative als herausragend gelobt. Mit dem Nationalen Aktionsplan gebe es nun einen wissenschaftlichen Leitfaden, der zeige, wie die Gesundheitskompetenz bei der Bildung, Ernährung und Arbeit, aber auch durch einen verständlicheren Austausch zwischen Arzt und Patient gestärkt werden könne.

Weitere Informationen finden Sie unter www.nap-gesundheitskompetenz.de

Öffnungszeiten der Kontaktstellen

Zurzeit sind folgende Kontaktstellen telefonisch und persönlich zu erreichen:

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