5 Vorteile einer Selbsthilfegruppe

  1. Hier triffst du auf Menschen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation wie du befinden oder das gleiche Problem haben. Mit anderen Worten: In einer Selbsthilfegruppe lernst du Gleichgesinnte kennen, die dich verstehen und ernstnehmen – etwas was deine Freunde und Familie möglicherweise nicht können, weil sie gar nicht nachempfinden können, wie es dir wirklich geht.

  2. In einer Selbsthilfegruppe kannst du offen über deine täglichen Herausforderungen reden, du musst dich nicht verstellen oder auf die Ansichten anderer Rücksicht nehmen. Hier musst du nicht funktionieren, hier kannst du einfach so sein, wie du bist. Hier findest du neues Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein und kannst daraus Kraft ziehen, um den Alltag besser zu bewältigen.

  3. Eine Selbsthilfegruppe ist ein geschützter Raum, in dem alles vertraulich behandelt wird. Was du in der Gruppe sagst, bleibt auch in der Gruppe und wird nicht nach außen weitergegeben.

  4. Eine Selbsthilfegruppe stärkt dir den Rücken und motiviert dich darin, deinen Weg weiterzugehen, weiterzukämpfen, nicht aufzugeben. Hier findest du positive Beispiele, Anregungen und Ideen, wie du mit deiner Lebenssituation oder deinem Problem gut umgehen kannst. In der Selbsthilfegruppe bist du Teil einer Gemeinschaft.

  5. Selbsthilfe funktioniert ohne lästigen Papierkram oder Kampf mit Ärzten und Krankenkassen. Die regelmäßigen Treffen von Selbsthilfegruppen werden von ihren Mitgliedern eigenverantwortlich geplant und durchgeführt. Die Gesprächsinhalte und Aktivitäten, aber auch die Gestaltung der Gruppenarbeit werden gemeinsam in der Gruppe entwickelt und bestimmt. Jedes einzelne Mitglied bestimmt außerdem für sich, was und wie viel es jeweils in die Gruppe einbringen möchten.

 

 

5 weitere wichtige Punkte zu Selbsthilfegruppen

a) Eine Selbsthilfegruppe ist keine Therapie! Die Gruppe ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung. Sie kann jedoch eine sinnvolle Unterstützung dafür sein.

b) Die meisten Selbsthilfegruppen sind keine „Jammergruppen“! Die Menschen dort hören einander zu und unterstützen sich gegenseitig, um gemeinsam positive Alltagsstrategien zu erarbeiten.

c) In Selbsthilfegruppen treffen sich die Menschen freiwillig, regelmäßig und verbindlich. Das ist wichtig, um Vertrauen aufzubauen und als Gruppe zusammenzuwachsen.

d) Es gibt eine große Bandbreite an Selbsthilfegruppen. So gibt es Gruppen zum Erfahrungsaustausch, für gemeinsame Aktivitäten, zur Freizeitgestaltung oder auch allgemeine Gesprächsgruppen.

e) Kontakt zu den Selbsthilfegruppen stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von KISS Hamburg her. In einem Gespräch klären sie, ob es eine passende Selbsthilfegruppe gibt. Dieses Gespräch kann persönlich in einer der drei Kontaktstellen in Altona, Wandsbek und Harburg stattfinden oder telefonisch (040 / 39 57 67). Selbstverständlich anonym, wenn das gewünscht ist.

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