FORUM „Neue Wege in der Selbsthilfe“ Oktober 2017

Im Herbst 2017 fand mit rund 40 Teilnehmenden das erste Forum unter dem Titel Den Blick öffnen – Selbsthilfe weiter denken statt.

Zahlreiche Zuhörer bei 1. ForumIn einer zunehmend vernetzten Gesellschaft hat sich das Angebot gesundheitsbezogener Informationen und Kommunikationsformen verändert. Es wird vermehrt auf schnellerem, direktem Wege Sachwissen bezogen und auf interaktiven Plattformen werden Erfahrungen geteilt. So bestätigt auch die kürzlich veröffentlichte ARD/ZDF-Onlinestudie 2017, dass inzwischen 90 Prozent aller Deutschen online sind, täglich sind es etwa 50 Millionen Menschen. Doch wie kann die Selbsthilfe virtuelle Kommunikationsangebote für sich nutzbar machen? Welche neuen Wege sind geeignet, um die Selbsthilfe zukunftsfest aufzustellen? Diese und weitere spannende Fragen werden im FORUM „Neue Wege in der Selbsthilfe“ erörtert.

„DIE ZEITUNG IST LOKAL, DAS INTERNET IST GLOBAL.“

Sandra Rüger (The social networker e.K.) veranschaulichte die Entwicklungen und Veränderungen in der Selbsthilfe durch das Internet und durch die sozialen Netzwerke. Das Internet ermöglicht nicht nur einen zeit- und ortsunabhängigen Austausch mit Gleichgesinnten, sondern auch die Chance, mehr Menschen zu erreichen und auf Veranstaltungen, Kontakte und Neuigkeiten aufmerksam zu machen. Um besonders auch junge Menschen zu erreichen, sind soziale Netzwerke für die Selbsthilfe nahezu unumgänglich. Wichtig ist jedoch ein überlegter, verantwortungsvoller Umgang mit den Daten der Nutzerinnen und Nutzer sowie eine reflektierte Sichtweise auf das eigene Onlineverhalten und das der Suchenden. Das Internet ist daher nicht als Ersatz zur konventionellen Selbsthilfe zu sehen, vielmehr kann es eine sinnvolle Ergänzung zu den klassischen Angeboten der Selbsthilfe sein.

„ALTER, DU BIST MIR WICHTIG!“

Kati Borngräber gab spannende Einblicke in die Arbeit ihres Blogs "Kati Cares" rund ums Thema Alter. Mit emotionalen persönlichen Geschichten und authentischen Bildern skizziert sie die Lebenswelten älterer Menschen. Betroffene und Angehörige bekommen nützliche Tipps zur Betreuung und Unterstützung pflegebedürftiger Menschen. Doch ist ein Blog auch ein Thema für die Selbsthilfe? Ja, warum eigentlich nicht. Ein Blog kann dazu beitragen, neue Mitglieder für die Selbsthilfe zu gewinnen, junge Menschen anzusprechen und der Selbsthilfe ein „modernes Gesicht“ zu verleihen.

„NEUE WEGE MUSS MAN EBEN AUCH BESCHREITEN…AUCH WENN ES WEH TUT.“

Aus den beiden Impulsvorträgen von Sandra Rüger und Kati Borngräber entwickelten sich interessante Diskussionen, die das Bewusstsein der Teilnehmenden für neue Informationstechniken und Kommunikationsformen geschärft haben. Das Forum verdeutlichte, dass die zunehmende Nutzung sozialer Netzwerke, Blogs und Foren auch die Selbsthilfelandschaft verändert und weiter verändern wird. Wichtige Weiterentwicklungsprozesse, neue Denkanstöße und zeitgemäße Begegnungswege sind daher unabdingbar, um die Selbsthilfe nachhaltig zu stärken und den persönlichen Austausch zu fördern.

Öffnungszeiten der Kontaktstellen

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